Worauf Sie bei der Übernahme eines Mietwagens achten sollten: Prüfungs- und Fotoleitfaden
Die Übernahme eines Mietwagens ist eine der wichtigsten Phasen im Mietwagenprozess. Eine sorgfältige Kontrolle von wenigen Minuten direkt bei der Fahrzeugübernahme kann spätere Streitigkeiten über Schäden, Kraftstoff, Kilometerstand oder Vertragsdetails verhindern. Deshalb ist es sowohl für Ihre Sicherheit als auch für Ihr Budget sehr wichtig, bewusst darauf zu achten, was bei der Übernahme eines Mietwagens kontrolliert werden sollte.
Warum ist die Kontrolle bei der Übernahme eines Mietwagens wichtig?
Die Autovermietung ist für viele Nutzer ein schneller und praktischer Service. Besonders bei Flughafenübergaben, Geschäftsreisen, Fahrten außerhalb der Stadt oder in Urlaubszeiten möchte man den Mietwagen oft schnell übernehmen und losfahren. Wird jedoch in dieser Eile der aktuelle Zustand des Fahrzeugs nicht geprüft und der Vertrag unterschrieben, können später unerwünschte Probleme entstehen.
Bei Mietwagen ist der Zeitpunkt der Übergabe die Phase, in der dokumentiert wird, in welchem Zustand Ihnen das Fahrzeug übergeben wurde. Falls bereits vorhandene Kratzer, Dellen, Risse in der Scheibe, Felgenschäden, Sitzflecken oder fehlende Ausstattungen vorhanden sind, müssen diese bei der Übergabe festgehalten werden. Andernfalls kann es bei der Rückgabe zu Streitigkeiten darüber kommen, wann diese Schäden entstanden sind.
Daher reicht es bei der Übernahme eines Mietwagens nicht aus, nur den Schlüssel zu nehmen und einzusteigen. Die Außenkarosserie, der Innenraum, die Reifen, Scheiben, der Kraftstoffstand, Kilometerstand, Versicherungsumfang und das Übergabeprotokoll sollten sorgfältig geprüft werden. Eine korrekt durchgeführte Übergabekontrolle macht das Mieterlebnis transparenter, sicherer und problemloser.
Prüfen Sie den Vertrag vor der Übernahme sorgfältig
Das erste Dokument, das bei der Übernahme eines Mietwagens geprüft werden sollte, ist der Mietvertrag. Im Vertrag stehen wichtige Informationen wie Kennzeichen, Marke und Modell des Fahrzeugs, Abholdatum, Rückgabedatum, Kilometerbegrenzung, Kraftstoffregelung, Kautionsbetrag, Versicherungsumfang und Zusatzleistungen. Diese Angaben bestimmen die Bedingungen, die während der Nutzung des Fahrzeugs gelten.
Stellen Sie vor der Vertragsunterzeichnung sicher, dass die Fahrzeugdaten korrekt eingetragen sind. Das Kennzeichen des übergebenen Fahrzeugs muss mit dem im Vertrag angegebenen Kennzeichen übereinstimmen. Außerdem sollten Abholzeit und Rückgabezeit korrekt angegeben sein. Einige Autovermietungen können bei verspäteter Rückgabe zusätzliche Gebühren berechnen. Deshalb sollten Zeitangaben sorgfältig kontrolliert werden.
Auch die Kilometerbegrenzung gehört zu den wichtigen Punkten im Vertrag. Bei einigen Mietverträgen wird ein bestimmtes tägliches Kilometerkontingent angeboten. Wird diese Grenze überschritten, kann pro Kilometer eine Zusatzgebühr verlangt werden. Wenn Sie eine längere Fahrt planen, sollten Sie unbedingt prüfen, ob eine Kilometerbegrenzung besteht.
Der Versicherungsumfang ist eines der wichtigsten Themen bei der Nutzung eines Mietwagens. Standardversicherungen decken möglicherweise nicht jeden Schaden ab. Glas, Reifen, Felgen, Schlüsselverlust, Kleinschäden, Bedienfehler oder falsche Betankung können unterschiedlichen Bedingungen unterliegen. Deshalb hilft eine detaillierte Prüfung der Versicherungsklauseln dabei, zu wissen, in welchen Situationen Sie während der Fahrt verantwortlich sein können.
Wie wird eine Mietwagenprüfung durchgeführt?
Die Mietwagenprüfung ist die Kontrolle des physischen und technischen Zustands des Fahrzeugs zum Zeitpunkt der Übergabe. Diese Prüfung muss nicht so detailliert sein wie ein professionelles Gebrauchtwagen-Gutachten; sie ist jedoch sehr wichtig, um den allgemeinen Zustand des Fahrzeugs zu verstehen und vorhandene Schäden zu dokumentieren.
Prüfen Sie das Fahrzeug bei der Übergabe möglichst an einem gut beleuchteten Ort. Tiefgaragen, schwaches Licht oder Regenwetter können es erschweren, Kratzer und Dellen zu erkennen. Falls nötig, lassen Sie das Fahrzeug an einen helleren Ort bringen. Gehen Sie einmal vollständig um das Fahrzeug herum und betrachten Sie jeden Bereich aus verschiedenen Winkeln.
Sie können mit der Außenkontrolle des Fahrzeugs beginnen. Vorderer Stoßfänger, hinterer Stoßfänger, Türen, Kotflügel, Motorhaube, Dach, Kofferraumdeckel, Seitenspiegel, Scheinwerfer und Rückleuchten sollten detailliert geprüft werden. Besonders Stoßfängerecken, Türunterseiten und Felgenbereiche sind Stellen, an denen kleine Schäden häufig auftreten.
Danach können Sie zur Innenraumkontrolle übergehen. Prüfen Sie, ob Sitze Flecken, Risse, Brandlöcher oder Verformungen aufweisen. Stellen Sie sicher, dass Lenkrad, Schalthebel, Türverkleidungen, Handschuhfach, Multimediabildschirm, Klimaanlage und Fensterheber funktionieren.
Worauf sollte bei der Außenkontrolle geachtet werden?
Bei der Übernahme eines Mietwagens ist die Außenkontrolle eine der wichtigsten Phasen. Denn die häufigsten Streitigkeiten bei der Rückgabe betreffen meistens Karosserie-, Stoßfänger-, Felgen-, Glas- und Scheinwerferschäden. Deshalb sollte die Außenfläche des Fahrzeugs ohne Eile geprüft werden.
Kontrolle von vorderem und hinterem Stoßfänger
Stoßfänger gehören zu den Bereichen, die bei Parkmanövern am leichtesten beschädigt werden. Prüfen Sie den vorderen Stoßfänger auf Schleifspuren, Risse, abgeplatzten Lack oder Kunststoffverformungen. Achten Sie beim hinteren Stoßfänger besonders auf die Ecken. Manche Schäden sind bei direkter Frontalansicht nicht sichtbar. Deshalb ist es sinnvoll, die Stoßfänger von der Seite, von unten und aus verschiedenen Winkeln zu betrachten.
Kontrolle von Türen, Kotflügeln und Motorhaube
Auf Türflächen können kleine Dellen oder Kratzer vorhanden sein. Besonders Türschäden durch enge Parkplätze kommen bei Mietwagen häufig vor. Prüfen Sie die Kotflügel auf Lackabplatzungen, Schleifspuren oder Beulen. Auf der Motorhaube sollte auf Steinschläge, Kratzer oder Hagelschäden geachtet werden.
Kontrolle von Scheinwerfern, Rückleuchten und Spiegeln
Scheinwerfer, Rückleuchten, Blinker und Seitenspiegel sollten sowohl aus Sicherheitsgründen als auch wegen der Schadensverantwortung geprüft werden. Achten Sie auf Risse, Beschlag oder Bruchstellen an den Scheinwerfergläsern. Falls an den Seitenspiegelgehäusen Kratzer, Brüche oder Lockerungen vorhanden sind, sollten Sie dies bei der Übergabe melden.
Reifen-, Felgen- und Scheibenkontrolle nicht vergessen
Die Kontrolle von Reifen und Felgen wird bei der Fahrzeugübernahme häufig übersehen. Dabei beeinflussen Reifen direkt die Fahrsicherheit. Außerdem gehören Felgenschäden zu den Mängeln, die bei der Rückgabe leicht auffallen. Daher ist es wichtig, alle vier Reifen und alle vier Felgen einzeln zu prüfen.
Untersuchen Sie die Reifen auf Schnitte, Beulen, starke Abnutzung oder Fremdkörper. Wenn Sie eine lange Fahrt planen, stellen Sie sicher, dass die Reifen insgesamt in gutem Zustand sind. Wenn eine Reifendruckwarnung angezeigt wird, melden Sie dies vor der Übernahme dem Personal.
An Felgen können Kratzer, Dellen oder Brüche durch Bordsteinkontakt vorhanden sein. Besonders bei Leichtmetallfelgen sind diese Spuren deutlich sichtbar. Stellen Sie sicher, dass vorhandene Felgenschäden im Übergabeprotokoll vermerkt werden, und fotografieren Sie sie.
Die Scheibenkontrolle ist ebenso wichtig. In der Windschutzscheibe können Steinschläge, beginnende Risse oder tiefe Kratzer vorhanden sein. Seitenscheiben, Heckscheibe, Spiegel und, falls vorhanden, das Panoramaglasdach sollten ebenfalls geprüft werden. Ein kleiner Riss in der Scheibe kann während der Nutzung größer werden und bei der Rückgabe Probleme verursachen.
Wie wird der Innenraum des Fahrzeugs kontrolliert?
Bei der Übernahme eines Mietwagens reicht es nicht aus, nur die Außenkarosserie zu prüfen. Auch der Innenraum sollte bei der Übergabe kontrolliert werden. Flecken, Risse, Brandspuren, gebrochene Teile oder fehlende Ausstattungen im Innenraum gehören ebenfalls zu den Details, die bei der Rückgabe geprüft werden.
Prüfen Sie zunächst die Sitze. Wenn sich auf den Sitzen Brandlöcher, Flecken, Risse oder Stoffverformungen befinden, müssen diese dokumentiert werden. Prüfen Sie unbedingt auch die Rücksitze. In Fahrzeugen, in denen Kindersitze verwendet wurden, können auf den Rücksitzen Abdrücke oder Druckstellen entstanden sein.
Achten Sie auf häufig berührte Bereiche wie Lenkrad, Schalthebel, Handbremse, Türverkleidungen, Handschuhfach und Mittelkonsole. Wenn Kunststoffteile gebrochen, gerissen oder locker sind, melden Sie dies bei der Übergabe dem Personal. Prüfen Sie, ob Multimediabildschirm, Klimaanlage, Radio, USB-Anschlüsse, Fensterheber und Spiegeleinstellungen funktionieren.
Vergessen Sie auch den Kofferraum nicht. Es ist sinnvoll zu prüfen, ob Reserverad, Wagenheber, Radmutterschlüssel, Warndreieck, Erste-Hilfe-Set und, falls vorhanden, Feuerlöscher im Fahrzeug vorhanden sind. Fehlende Ausstattungen sollten im Übergabeprotokoll vermerkt werden.
Kilometerstand und Kraftstoffstand unbedingt dokumentieren
Bei der Übernahme eines Mietwagens müssen Kilometerstand und Kraftstoffstand unbedingt kontrolliert werden. Diese beiden Angaben können die Mietwagenkosten direkt beeinflussen. Vergleichen Sie beim Erhalt des Fahrzeugs den Kilometerstand auf dem Armaturenbrett mit der Angabe im Vertrag.
Wenn der Startkilometerstand falsch eingetragen ist, können Ihnen bei der Rückgabe zusätzliche Kilometer berechnet werden, die Sie tatsächlich nicht gefahren sind. Deshalb ist ein Foto des Kilometerzählers eine der sichersten Methoden. Ein Foto mit Datum und Uhrzeit auf Ihrem Telefon ist bei möglichen Streitigkeiten ein starker Nachweis.
Auch der Kraftstoffstand sollte auf dieselbe Weise dokumentiert werden. Das Fahrzeug kann Ihnen mit vollem Tank, halbem Tank oder Vierteltank übergeben werden. In der Regel wird erwartet, dass das Fahrzeug mit demselben Kraftstoffstand zurückgegeben wird, mit dem es übernommen wurde. Fotografieren Sie daher die Tankanzeige und prüfen Sie, ob sie mit der Kraftstoffangabe im Vertrag übereinstimmt.
Auch die Kraftstoffart sollten Sie unbedingt kennen. Bei Benzin-, Diesel-, Hybrid- oder Elektrofahrzeugen kann falsches Tanken erhebliche Kosten verursachen. Die richtige Vorgehensweise ist, die Kraftstoffart am Tankdeckel zu prüfen und im Zweifel den Mitarbeiter der Firma zu fragen.
Warum ist das Fotografieren bei der Mietwagenübernahme notwendig?
Fotos beim Mieten eines Autos zu machen, ist eine der effektivsten Dokumentationsmethoden während der Übergabe. Die bei der Übernahme aufgenommenen Fotos zeigen klar, in welchem Zustand Ihnen das Fahrzeug übergeben wurde. Besonders bei Kratzern, Dellen, Scheibenrissen, Felgenschäden, Sitzflecken oder dem Kraftstoffstand sind Fotoaufnahmen sehr wichtig.
Fotografieren Sie nicht nur beschädigte Bereiche, sondern auch die allgemeine Ansicht des Fahrzeugs. Es ist sinnvoll, Fotos von vorne, hinten, rechts, links und aus diagonalen Blickwinkeln aufzunehmen. So wird der allgemeine Zustand des Fahrzeugs zum Zeitpunkt der Übergabe dokumentiert.
Bei beschädigten Bereichen sollten Sie Nahaufnahmen machen. Wenn sich zum Beispiel ein Kratzer am Stoßfänger befindet, fotografieren Sie sowohl den gesamten Stoßfänger als auch den beschädigten Bereich aus der Nähe. Dasselbe Verfahren können Sie bei Felgen-, Glas-, Tür-, Spiegel- und Scheinwerferschäden anwenden.
Auch im Innenraum sollten Sitze, Armaturenbrett, Kilometerstand, Tankanzeige, Kofferraum und vorhandene Verformungen fotografiert werden. Es wird empfohlen, diese Fotos nicht zu löschen, bis Sie das Fahrzeug zurückgegeben haben.
Mietwagen-Fotoleitfaden: Aus welchen Winkeln sollten Fotos aufgenommen werden?
Wenn Sie beim Fotografieren systematisch vorgehen, stellen Sie sicher, dass kein Bereich ausgelassen wird. Vor der Übernahme des Fahrzeugs wird empfohlen, Fotos aus folgenden Perspektiven aufzunehmen:
- Allgemeines Foto der Fahrzeugfront
- Allgemeines Foto des Fahrzeughecks
- Foto der rechten Fahrzeugseite
- Foto der linken Fahrzeugseite
- Fotos aus vorderer rechter und vorderer linker Diagonalperspektive
- Fotos aus hinterer rechter und hinterer linker Diagonalperspektive
- Einzelfotos aller vier Felgen
- Fotos von Windschutzscheibe, Heckscheibe und Seitenscheiben
- Fotos von Scheinwerfern, Rückleuchten und Spiegeln
- Foto von Kilometerstand und Tankanzeige
- Fotos von Innenraum, Sitzen und Kofferraum
Achten Sie darauf, die Fotos möglichst klar und bei guter Beleuchtung aufzunehmen. Bei beschädigten Bereichen können Blitzlicht oder verschiedene Aufnahmewinkel helfen, Kratzer und Dellen deutlicher sichtbar zu machen. Auch eine Videoaufnahme kann eine zusätzliche Sicherheit bieten. Ein kurzes Video, bei dem Sie langsam um das Fahrzeug herumgehen, ist hilfreich, um den allgemeinen Zustand zu dokumentieren.
Welche Informationen sollten im Übergabeprotokoll stehen?
Das Mietwagen-Übergabeprotokoll ist eines der offiziellen Dokumente, das den Zustand des Fahrzeugs zum Zeitpunkt der Übergabe zeigt. Deshalb müssen die darin enthaltenen Informationen korrekt und vollständig sein. Eine mündliche Aussage wie „dieser Kratzer war schon da“ reicht nicht aus. Vorhandene Schäden müssen schriftlich im Protokoll festgehalten werden.
Im Protokoll sollten Kennzeichen, Übergabedatum, Übergabezeit, Kilometerstand, Kraftstoffstand und vorhandene Schäden stehen. Schäden sollten möglichst klar beschrieben werden. Zum Beispiel sollten eindeutige Formulierungen wie „Kratzer an der rechten Vordertür“, „Schleifspur an der linken hinteren Felge“ oder „Steinschlag in der Windschutzscheibe“ verwendet werden.
Wenn das Fahrzeug mehrere Schäden aufweist, sollte jeder Schaden einzeln notiert werden. Falls im Protokoll eine Schadenskizze vorhanden ist, stellen Sie sicher, dass die entsprechenden Bereiche markiert wurden. Prüfen Sie vor der Unterschrift alle Angaben noch einmal. Wenn Informationen fehlen oder falsch sind, lassen Sie sie vom Personal korrigieren.
Technische Kontrollen nicht vernachlässigen
Bei der Übernahme eines Mietwagens sind grundlegende technische Kontrollen ebenso wichtig wie physische Kontrollen. Prüfen Sie nach dem Starten des Fahrzeugs, ob auf dem Armaturenbrett Warnleuchten aufleuchten. Wenn Anzeigen wie Motorwarnleuchte, Reifendruckwarnung, Öldruckwarnung oder Bremsanlagenwarnung erscheinen, muss dies vor der Fahrt unbedingt dem Firmenpersonal gemeldet werden.
Bremsen, Lenkung, Klimaanlage, Scheinwerfer, Blinker, Scheibenwischer sowie Fensterheber sollten kontrolliert werden. Besonders bei Regen können nicht funktionierende Scheibenwischer oder bei Nachtfahrt fehlerhafte Scheinwerfereinstellungen die Fahrsicherheit negativ beeinflussen.
Stellen Sie vor dem Losfahren Spiegel und Sitz auf sich ein. Vergewissern Sie sich, dass die Sicherheitsgurte funktionieren. Wenn Sie bei Automatikfahrzeugen ungewöhnliche Geräusche oder Ruckeln beim Schalten bemerken, melden Sie dies direkt an der Übergabestelle.
Versicherungs- und Schadensrichtlinien klären
Den Versicherungsumfang beim Mieten eines Fahrzeugs zu verstehen, ist äußerst wichtig, um unerwartete Kosten zu vermeiden. Nicht jedes Mietpaket enthält denselben Versicherungsschutz. Standard-Kaskoversicherung, Kleinschadenschutz, Reifen-Glas-Scheinwerfer-Schutz oder zusätzliche Schutzpakete können unterschiedliche Bedingungen haben.
Informieren Sie sich vor der Übernahme darüber, welche Schäden von der Versicherung abgedeckt sind. Fragen Sie insbesondere nach Glasbruch, Reifenpannen, Felgenschäden, Schlüsselverlust, Abschleppdienst, falscher Betankung und Schäden durch Bedienfehler. Diese Details sollten im Vertrag enthalten und vom Nutzer verstanden werden.
Außerdem sollten Sie wissen, welches Verfahren im Schadensfall zu befolgen ist. Bei einem Unfall können Schritte wie Polizeiprotokoll, Alkoholtestbericht, Unfallfotos und Benachrichtigung der Mietwagenfirma erforderlich sein. Diese Abläufe im Voraus zu kennen, hilft Ihnen, in einer möglichen Situation richtig zu handeln.
Letzte Checkliste vor der Fahrzeugübernahme
Bevor Sie den Mietwagen übernehmen, können Sie den Prozess sicherer gestalten, indem Sie die folgende Checkliste anwenden:
- Prüfen Sie die Fahrzeugdaten im Mietvertrag.
- Stellen Sie sicher, dass Kennzeichen, Abholdatum und Rückgabedatum korrekt sind.
- Erkundigen Sie sich, ob eine Kilometerbegrenzung besteht.
- Prüfen Sie den Kraftstoffstand und fotografieren Sie ihn.
- Fotografieren Sie den Kilometerstand.
- Untersuchen Sie die Außenkarosserie des Fahrzeugs detailliert.
- Kontrollieren Sie Kratzer, Dellen, Lackabplatzungen und Stoßfängerschäden.
- Prüfen Sie Reifen und Felgen einzeln.
- Kontrollieren Sie Scheiben, Scheinwerfer, Rückleuchten und Spiegel.
- Prüfen Sie Sitze, Polster und elektronische Systeme im Innenraum.
- Kontrollieren Sie die Ausstattung im Kofferraum.
- Stellen Sie sicher, dass vorhandene Schäden im Übergabeprotokoll eingetragen sind.
- Machen Sie allgemeine Fahrzeugfotos und Nahaufnahmen beschädigter Bereiche.
Worauf sollte man achten, um Probleme bei der Rückgabe des Mietwagens zu vermeiden?
Die Kontrollen, die Sie bei der Übernahme durchführen, erleichtern Ihnen auch die Fahrzeugrückgabe. Bringen Sie den Kraftstoffstand vor der Rückgabe auf das Niveau, mit dem Sie das Fahrzeug übernommen haben. Falls eine Kilometerbegrenzung besteht, prüfen Sie Ihre Gesamtnutzung. Ein innen und außen allgemein sauber hinterlassenes Fahrzeug erleichtert ebenfalls den Rückgabeprozess.
Prüfen Sie das Fahrzeug bei der Rückgabe möglichst gemeinsam mit dem Personal. Halten Sie die bei der Übernahme aufgenommenen Fotos und das Übergabeprotokoll bereit. Falls ein Schaden geltend gemacht wird, erleichtern diese Unterlagen den Vergleich.
Wenn Sie das Fahrzeug außerhalb der Geschäftszeiten zurückgeben, sollten Sie besonders vorsichtig sein. Bei Rückgaben über eine Schlüsselbox fotografieren Sie den Parkplatz und den Endzustand des Fahrzeugs. So können Sie dokumentieren, in welchem Zustand Sie das Fahrzeug zurückgelassen haben.
Für ein zuverlässiges Mietwagenerlebnis ist die Wahl des richtigen Unternehmens wichtig
Für einen reibungslosen Ablauf bei der Mietwagenübernahme ist die Zusammenarbeit mit einer zuverlässigen Autovermietung von großem Vorteil. Transparente Vertragsbedingungen, ein klares Übergabeprotokoll, eine gepflegte Fahrzeugflotte und ein professioneller Übergabeprozess wirken sich direkt auf die Nutzererfahrung aus.
Beim Mieten eines Fahrzeugs sollte nicht nur der Preis, sondern auch die Servicequalität bewertet werden. Regelmäßige Wartung der Fahrzeuge, Kontrollen vor der Übergabe und klare Informationen zum Fahrzeug sind für einen sicheren Mietprozess wichtig.
Wenn Sie über Ancars Rental ein Fahrzeug mieten, können Sie passende Fahrzeugoptionen für Ihre Bedürfnisse prüfen und von Kurzzeit-, Langzeit-, Privat- oder Firmenmietlösungen profitieren. Mit der richtigen Fahrzeugwahl und einer sorgfältigen Übergabekontrolle können Sie Ihre Reise komfortabler und sicherer gestalten.
Häufig gestellte Fragen
Ist es notwendig, bei der Übernahme eines Mietwagens Fotos zu machen?
Ja. Fotos sind sehr wichtig, um den Zustand des Fahrzeugs zum Zeitpunkt der Übergabe zu dokumentieren. Besonders Kratzer, Dellen, Felgenschäden, Scheibenrisse, Kraftstoffstand und Kilometerstand sollten fotografiert werden.
Was passiert, wenn ein bereits vorhandener Kratzer am Mietwagen nicht im Protokoll steht?
Wenn ein bereits vorhandener Kratzer nicht im Übergabeprotokoll steht, kann bei der Rückgabe angenommen werden, dass dieser Schaden Ihnen zuzurechnen ist. Deshalb müssen alle vorhandenen Schäden bei der Übergabe dokumentiert werden.
Warum sollte der Kilometerstand bei der Fahrzeugübernahme geprüft werden?
Der Kilometerstand ist besonders bei Mietverträgen mit Kilometerbegrenzung für zusätzliche Kosten wichtig. Wenn der Startkilometerstand falsch eingetragen ist, kann bei der Rückgabe eine fehlerhafte Berechnung erfolgen.
Wie sollte der Kraftstoffstand geprüft werden?
Beim Erhalt des Fahrzeugs sollten Sie die Tankanzeige prüfen und fotografieren. Der im Vertrag angegebene Kraftstoffstand sollte mit dem tatsächlichen Stand im Fahrzeug übereinstimmen.
Welche Informationen sollten in einem Mietwagen-Übergabeprotokoll enthalten sein?
Im Übergabeprotokoll sollten Kennzeichen, Übergabedatum, Übergabezeit, Kilometerstand, Kraftstoffstand und vorhandene Schäden enthalten sein. Schäden sollten klar und verständlich beschrieben werden.